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Ein Schwede ist
groß, blond, blauäugig und trägt im Winter eine Pudelmütze. Von Natur aus ist er
schüchtern, zurückhaltend und seriös. Er ist außerdem ein Gewohnheitsmensch, der
jeden Morgen um 5:30 Uhr aufsteht, um genug Zeit zu haben, vor der Arbeit die
Morgenzeitung zu lesen. Da die Arbeit gewöhnlich nicht vor 8:00 Uhr beginnt,
dürfen wir davon ausgehen, dass ein Schwede ein langsamer Leser ist.
Wichtig für ihn ist
Geld, sein Beruf, sein Zuhause, Eishockey und seine Familie (in dieser
Reihenfolge). Er liebt außerdem Tiere - besonders Hunde - und verbringt Stunden
mit einem an sein Fahrrad gebundenen deutschen Schäferhund durch die Stadt zu
radeln.
Ein Schwede ist
gewöhnlich pünktlich, aufrecht, verlässlich, putzt seine eigenen Zähne, und ist
gesetzestreu. Das letztere kann man sehr gut an Fußgängerübergängen erkennen.
Ganz egal wie das Wetter auch ist, ein Schwede wird lieber bis auf die Haut nass
und überquert erst dann die leere Straße, wenn die Ampel auf Grün ist. Auch
trägt er immer einen Sicherheitsgurt, trinkt nie, wenn er fährt, bezahlt immer
die Fernsehgebühren, gibt seine Steuererklärung gewöhnlich pünktlich ab, hat
immer einen Plastikbeutel in seiner Tasche, wenn er mit seinem Hund spazieren
geht und badet nie nach 22:00 Uhr.
Ein Schwede ist
außerdem sehr bedächtig und tut selten einer plötzlichen Eingebung folgend etwas
(ausnahmsweise vielleicht niesen). Für ihn sind alle Entscheidungen wie eine
Frage von Leben und Tod. Nehmen wir als Beispiel den Einkauf von Käse. Ein
Schwede darf mindestens zehn verschiedene Käsesorten probieren, bevor er sich
dazu entscheidet, zwanzig Gramm Brie zu kaufen. Es ist das gleiche Gefühl der
Vorsicht, dass ihn an einer sofortigen Hochzeit hindert. Stattdessen wohnt er
erst einmal bei einer Frau, hat ein bis zwei Kinder, dann - wenn alles in
Ordnung scheint - fragt sie ihn nach Heiraten.
Ein Schwede ist
vollständig ungleich mit den meisten europäischen Männern. Dinge, die eine
Hausfrau kann, schafft er besser - vom Kochen bis zum Knöpfe annähen. Tatsache
ist, alle Arbeiten im Haus (abgesehen Stillung) werden geteilt.
Ein Schwede ist
außerdem gut informiert und verbringt viele Stunden damit, Dinge über die
Atomkraft, die Dritte Welt, Umweltverschmutzung, Süd-Afrika, den
geschlechtlichen Gewohnheiten des Tausendfüßlers, usw. herauszufinden.
Gleichzeitig verschwendet er nur wenig Zeit für Nebensächlichkeiten - etwa den
Namen des Nachbarn.
Der Schwede ist
Gesundheitsfanatiker und verbringt seine Wochenenden, indem er im nahe gelegenen
Wald joggt oder stundenlang auf einem Heimtrainer im Keller radelt. Für seine
Gesundheit hat er sich außerdem das Rauchen, den Zucker, das abendliche
Kaffeetrinken abgewöhnt und geht vor 22:00 ins Bett. Aber das größte Ding eines
Schweden ist sein Gefühl der Gleichheit. Um das zu unterstützen benutzen die
meisten Schweden den gleichen Nachnamen - Svensson, Nilsson, oder Persson -
verdienen dasselbe Geld nach Steuern, haben den gleichen Geschmack für Möbel,
tragen die gleiche Kleidung, denken gleich, fahren einen Volvo, und fliegen im
Sommer nach Mallorca oder Kreta.
Ein Schwede lehnt
es außerdem ab, zuzugeben, dass er auf irgend eine Art oder Weise voreingenommen
ist. Für ihn sind alle Ausländer genauso gut wie Schweden und obwohl er nicht
wirklich einen Jugoslawen, Griechen, Türken, Polen oder Italiener als Freund
hat, ist er sicher, es gibt ganz wenige Unterschiede zwischen ihnen und Schweden
- abgesehen von ihren Namen, ihren Sitten, die Art, das Gemüse in der Küche
anzubauen, dass sie Messer tragen, Banken ausrauben, von Sozialversicherung
leben, den Schweden ihre Arbeitsplätze stibitzen, sich wie die Kaninchen
vermehren, ihre Ehefrauen schlagen, und schwedisch sprechen, als hätten sie eine
Wolldecke im Mund.
Letztendlich, ein
Schwede liebt die Sonne, hasst es anzustehen, freut sich als erster im Bus zu
sein, verabscheut Winter, genießt Sex, kann Zigeuner nicht ausstehen, glaubt was
die Gesundheitsbehörde und Fürsorge ihm erzählt, glaubt nicht an Gott, verehrt
Ingemar Stenmark, besäuft sich nur sobald er Getränke hat, ist patriotisch
(trägt Unterwäsche mit schwedischer Flagge), besucht zweimal in der Woche die
Schankkonzession über der Straße, besucht seine Eltern zu Weihnachten, besucht
Englischkurse und ist schwer beleidigt von einem Artikel, wie diesem.
(Gefunden im
Computerlabor in Umeå und sinngemäß übersetzt)
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