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Der erste große Bau nach Einführung des Christentums (11.
Jahrhundert) ist der Dom in Lund, der dem dänischen Kunstkreis
angehört. In der Frühzeit (12. und 13. Jahrhundert) entstanden
romanische Steinkirchen, auch Rundkirchen und auf Gotland von
Westfalen abhängige Hallenkirchen. Im 13. Jahrhundert kam der
Backsteinbau auf. Zu den Hauptwerken der Gotik, deren Formen meist
schlicht und gedrungen blieben, gehören die Dome von Uppsala (seit
1270) und Linköping (14. Jahrhundert). In der Plastik wurde der
englisch-französische Einfluss seit Ende des 14. Jahrhunderts von
dem deutschen abgelöst. Viele Bildwerke wurden aus Lübeck
eingeführt. B. Notke schuf sein Hauptwerk, die St.-Jürgen-Gruppe,
für Stockholm. Von der mittelalterlichen Malerei sind kirchliche
Wand- und Deckenmalereien erhalten.
Nach der Reformation trat der Bau von Kirchen hinter den
Schlossbauten zurück. Deutsche Baumeister führten im 16. Jahrhundert
tombard. Renaissanceformen ein. Das größte der Schlösser des 17.
Jahrhunderts, das sich vor allem holländischen Vorbildern anschloss,
ist Drottningholm von N. v. Tessin d. A. Von seinem Sohn N. v.
Tessin d. J. wurde der Neubau des Stockholmer Schlosses in Formen
des römischen Hochbarock begonnen (1687; im 18. Jahrhundert
vollendet). In der Plastik hatten zunächst Niederländer, im 18.
Jahrhundert Franzosen den Vorrang. Mit dem schwedischen Bildhauer J.
T. Sergel setzte sich der Klassizismus durch. In der 2. Hälfte des
17. Jahrhunderts wirkten in Schweden der holländische Maler M. van
Meytens und der Hamburger D. Klöcker v. Ehrenstrahl. Aus seiner
Schule, die von seinem Neffen D. Krafft fortgeführt wurde,
entwickelte sich die Malerei des 18. Jahrhunderts, zu deren
bedeutendsten Vertretern G. Lundberg und A. Roslin gehören. Im 19.
Jahrhundert malte C. J. Fahlcrantz romantische Landschaften. Viele
Künstler gingen zu ihrer Ausbildung nach Düsseldorf, gegen Ende des
Jahrhunderts nach Paris. Außerhalb Schwedens wurden vor allem
bekannt C. Larsson, der Tiermaler B. Liljefors und A. Zorn, der bes.
als Radierer Weltruf erlangte. Der führende Bildhauer war in der 1.
Hälfte des 20. Jahrhunderts C. Milles. Die sich vom Eklektizismus
des 19. Jahrhunderts lösende Baukunst des 20. Jahrhunderts blieb der
nationalen Überlieferung eng verbunden (Stockholmer Stadthaus von R.
Östberg). 1930 erbaute Erik Gunnar Asplund die Hallen der
Stockholmer Werkbundausstellung - luftige Gebilde aus Stahl und Glas
- und bereitete damit der modernen Architektur in Schweden den Weg.
Zu seinen Meisterwerken zählt der 1934-37 entstandene Anbau an das
Rathaus in Göteborg. Neben ihm wirkte Sven Markelius, der 1932 das
Konzerthaus in Helsingborg erbaute. Sehr bald wirkten sich die Ideen
moderner Gestaltung auch auf die abstrakte Kunst in Schweden ein.
Der ungarische Maler E. Nemes wirkte 1947-55 als Leiter der
Valand-Schule. Unter den Malern wurden bekannt: O. Baertling, L.
Engström, S. Deckert, C. O. Hulten, L. Strunke, A. Tengblad. Unter
den jüngeren schwedischen Bildhauern ist G. Nilsson Schüler von
Despiau, M. Mannik Schüler von Zadkine. G. Nordhal ist in seiner
Heimat durch viele öffentliche Aufträge bekannt geworden.
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